Marktkommentar
August 2026
Im August konsolidierten die US-amerikanischen und europäischen Aktienindizes in der Nähe ihrer Höchststände. In Asien sorgte insbesondere die hohe Gewichtung von Technologie-unternehmen in den Aktienindizes Taiwans, Südkoreas und Japans für erhöhte Schwankungen. Mit einem Zuwachs von rund 10% konnte sich der Skyline Dynamik Fonds in diesem Umfeld deutlich von vielen Mitbewerbern und den meisten Leitindizes absetzen. Auch die Entwicklung in unseren Vermögensverwaltungsmandaten verlief sehr positiv.
Der Investitionsboom rund um das Thema Künstliche Intelligenz hält weiter an und sorgt insbesondere in den USA für eine Wachstumsdynamik, von der auch die gesamte Weltwirtschaft profitiert. Auf der anderen Seite rückt jedoch die weiter steigende Staatsverschuldung zunehmend in den Fokus der Marktteilnehmer. Der Schuldenberg der USA ist mittlerweile auf über 40 Billionen US-Dollar angewachsen. Da das Haushaltsdefizit weiter wächst, wird sich dieser Trend fortsetzen und von den Marktteilnehmern entsprechend kritisch gesehen. Kein Wunder also, dass zehnjährige US-Staatsanleihen derzeit bei rund 4,8% rentieren und 30-jährige Papiere sogar bei über 5,3% liegen. Das erhöht perspektivisch die Zinslast des Staates und erschwert zugleich den geldpolitischen Spielraum der US-Notenbank.
Hinzu kommt, dass Staaten mittlerweile auf dem Rentenmarkt mit den großen Technologie-konzernen konkurrieren. Die Investitionen in Rechenzentren, Energieversorgung und KI-Infrastruktur haben sich binnen weniger Jahre vervielfacht. Zur Finanzierung dieser Megaprojekte gewinnt neben den hohen laufenden Cashflows vieler Unternehmen zunehmend auch der Anleihemarkt an Bedeutung. Um Investoren bei der Stange zu halten, müssen auch hier attraktive Renditen geboten werden.
Die hohen US-Zinsen belasten vor allem zinsempfindliche Branchen. Im Immobiliensektor und in der Bauwirtschaft sind die Auswirkungen bereits deutlich spürbar. Für die Notenbanken bedeutet dieses Umfeld einen schwierigen Balanceakt: Einerseits würden niedrigere Leitzinsen die Finanzierungskosten von Staat und Unternehmen reduzieren und die Konjunktur unterstützen. Andererseits bleibt die Inflation – auch aufgrund zuletzt wieder höherer Energiepreise – hartnäckig über der angestrebten Zielmarke.
Vor diesem Hintergrund richtet sich der Blick vieler internationaler Marktteilnehmer zunehmend auf Anlagebereiche, die in den vergangenen Jahren weniger gefragt waren. Damit rückt auch Europa in den Fokus. Es setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass Europäische Aktien in zahlreichen Branchen deutlich günstiger bewertet sind als vergleichbare US-Titel. Darin sehen wir eine weitere Chance.
Auch Sachwerte gewinnen bei einer hohen Staatsverschuldung und anhaltender Unsicherheit an Bedeutung. Gold wird von vielen Anlegern traditionell als Absicherung und Diversifikationsbaustein genutzt. Von den gestiegenen Goldpreisen profitieren insbesondere Goldproduzenten, deren Erträge sich deutlich verbessert haben. Dennoch sind viele Rohstoff- und Minenwerte im Vergleich zu den in zahlreichen Depots stark vertretenen Wachstumswerten weiterhin moderat bewertet und in den Anlegerdepots verhältnismäßig untergewichtet.
Wir gehen davon aus, dass sich die bereits zu beobachtende Verschiebung innerhalb der Aktienmärkte fortsetzt: weg von hoch bewerteten US-Technologieaktien und hin zu Unternehmen mit attraktiveren Bewertungen, robusten Cashflows und realen Vermögenswerten. Deshalb bleiben wir weiterhin im Goldbereich stark investiert und suchen Investmentchancen in bisher weniger gefragten Goldproduzenten aus der zweiten Reihe.
An unserer aktuellen Portfolioausrichtung halten wir daher fest. Europäische und deutsche Titel bilden weiterhin die solide Basis unserer Portfolios. Ergänzt werden sie durch ausgewählte Engagements in Schwellenländern sowie Rohstoff- und Minenwerten, die derzeit wichtige Bausteine für eine positive Entwicklung darstellen.
Für Fragen rund um den Skyline Dynamik Fonds, das aktuelle Marktgeschehen und Ihre Fondsanlagen steht Ihnen Ihr persönlicher Ansprechpartner unter 06172 76450 gerne zur Verfügung.
Ihr Fonds Direkt Team
