Marktkommentar
Mai 2026
Im Mai setzte sich der Aufwärtstrend an den internationalen Aktienmärkten fort und wurde vor allem vom Technologiesektor und dessen starken Unternehmensgewinnen gestützt. Viele Indizes notierten am Monatsende nahe den Höchstständen, bevor die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten in den vergangenen Tagen zu Korrekturen führten.
Trotz des schwierigen geopolitischen Umfelds verläuft die Berichtssaison in den USA für das erste Quartal überraschend gut. Viele Unternehmen heben Ihre Gewinnprognosen an und verbreiten Optimismus für die künftige Entwicklung. Allen voran Firmen aus den Sektoren Technologie, Kommunikation und Energie, die von der anhaltenden Nachfrage rund um die Anwendung der Künstlichen Intelligenz und dem Ausbau der dafür benötigten Infrastruktur profitieren.
Allerdings trübt die vor allem durch die gestiegenen Energiepreise angesprungene Inflation die gute Stimmung unter den Anlegern. In der Eurozone stieg die Inflationsrate auf 3%, so dass bei der aktuellen EZB-Sitzung wie erwartet eine Zinsanhebung beschlossen wurde. Viele Marktteilnehmer gehen zudem davon aus, dass bis Mitte 2027 zwei bis drei weitere Zinserhöhungen folgen werden.
Wir sind jedoch der Ansicht, dass diese Maßnahmen weder sinnvoll noch notwendig sind. Denn Leitzinserhöhungen sind ein Instrument der Notenbank, um eine sich überhitzende Wirtschaft abzukühlen. Bei einem europäischen Wirtschaftswachstum von 0,1% im ersten Quartal kann davon aber nicht die Rede sein. Vielmehr leiden die europäischen Volkswirtschaften unter dem gestiegenen Euro, den amerikanischen Zöllen, den Belastungen aus dem Ukrainekrieg, der Konkurrenz aus China und natürlich auch unter der eigenen Reformunwilligkeit. Denn zu viele Vorschriften und der weiter ausufernde Bürokratieaufwand aus dem „European Green Deal" halten die Unternehmen im Würgegriff und sorgen dafür, dass Zukunftsinvestitionen eher in andere Regionen verlagert werden.
Gerade die EZB sollte daher bestrebt sein, das aufkeimende Wirtschaftswachstum nicht zu dämpfen und die temporären Verwerfungen aufgrund des Konfliktes im Mittleren Osten bei Ihren Entscheidungen mit dem entsprechenden Augenmaß einzubeziehen. Denn sobald sich eine Lösung abzeichnet, sollte der Ölpreis wieder fallen und infolgedessen dürften auch die Inflationsraten zurückgehen.
Der Iran-Konflikt macht erneut deutlich, wie verwundbar die Weltwirtschaft wegen ihrer Abhängigkeit von fossilen Energieträgern bleibt. Gleichzeitig dürfte er die Energiewende aber weiter beschleunigen. In Deutschland wurden bereits rund 80 % der neu errichteten Wohngebäude mit Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien ausgestattet. Die Abkehr von Öl und Gas ist damit längst ein langfristiger Trend, der sich künftig immer stärker im Energieverbrauch niederschlagen wird. Wie bereits bei der Solarenergie könnte Deutschland auch hier eine Vorreiterrolle einnehmen.
Ähnlich entwickelt sich auch der Automobilmarkt. Elektroautos gewinnen in Europa rasant Marktanteile und nähern sich in den Zulassungszahlen den klassischen Verbrennern an. China ist bereits deutlich weiter und steuert auf einen Anteil von rund 80 % vollelektrischer Fahrzeuge bei den Neuzulassungen zu.
Für Anleger könnten sich in den traditionell eher ruhigeren Sommermonaten interessante Chancen ergeben. Während viele Sparer ihr Geld weiterhin zu niedrigen Tagesgeldzinsen parken, könnten sich attraktive Einstiegsgelegenheiten ergeben, bevor die Märkte im Herbst möglicherweise wieder Rückenwind erhalten.
In unseren verwalteten Portfolios und dem Skyline Dynamik Fonds fühlen wir uns daher mit der breiten Streuung auf verschiedene Marktsegmente nach wie vor sehr wohl. Natürlich bleibt der Schwerpunkt des Portfolios auf deutschen und europäischen Titeln, aber auch Anlagen in den Schwellenländern gehören zur Diversifikation dazu.
Für Fragen zum Börsengeschehen und rund um Ihre Fondsanlagen steht Ihnen Ihr persönlicher Ansprechpartner gerne unter 06172-76450 zur Verfügung.
Ihr Fonds Direkt Team
