Marktkommentare
2026
März 2026
Anfang März eskalierte der anhaltende Unruheherd im Mittleren Osten zu einer militärischen Auseinandersetzung zwischen Israel und den USA auf der einen Seite und dem Iran und dem von ihm unterstützten Rebellengruppen auf der anderen Seite. Seitdem halten die täglichen Meldungen über Angriffe, Gegenangriffe und vor allem die Blockade der Straße von Hormus die Welt und die Kapitalmärkte in Atem und führten zu entsprechenden Kurskapriolen.
Die zerstörten und beschädigten Ölanlagen und der blockierte Schiffsverkehr haben Auswirkungen auf die weltweite wirtschaftliche Entwicklung, da etwa 20% der Öllieferungen durch dieses verstopfte Nadelöhr transportiert werden. Auch wenn Europa direkt nur in geringem Umfang von den Öllieferungen durch die Straße von Hormus abhängig ist, beeinflusst der auf dem Weltmarkt gebildete Ölpreis auch hierzulande die wirtschaftliche Entwicklung. Der Ölpreis hatte sich in der Spitze gegenüber dem Jahresanfang nahezu verdoppelt, mit entsprechenden Auswirkungen auf die Kraftstoffpreise an den Zapfsäulen. In der hitzigen Diskussion über die erhöhten Spritpreise blieben jedoch die Auswirkungen auf andere Rohstoffpreise, wie Düngemittel oder das für die Chipproduktion unerlässliche Helium, in der breiten Öffentlichkeit nahezu unbeachtet.
Diese Kostensteigerungen werden sich in höheren Inflationszahlen bemerkbar machen und verstärken in der Folge auch das aktuelle Dilemma der Notenbanken: Einerseits bremsen gestiegene Rohstoffpreise die wirtschaftliche Entwicklung, die man mit sinkenden Leitzinsen ankurbeln könnte, andererseits sind Zinserhöhungen bei inflationären Tendenzen das Instrument zur Gewährleistung der Geldwertstabilität, die bei vielen Notenbanken die Hauptaufgabe des Handelns darstellt.
Es droht also eine sogenannte Stagflation: Eine stagnierende wirtschaftliche Entwicklung bei gleichzeitig erhöhter Inflation. Entsprechend sind die Äußerungen über die künftigen Zinsschritte seitens der Notenbanken bestenfalls vage; man wartet auf belastbare Daten und entscheidet situativ. Dass sich der Druck der Politik auf die verantwortlichen Entscheider deutlich erhöhen wird und Präsident Trump die Forderungen nach niedrigeren Zinsen weiter vehement vertreten wird, steht für uns fest. Die Schuldensituation in den USA hat sich durch die Militärausgaben der letzten Wochen noch einmal deutlich verschärft, das Haushaltsdefizit hat sich weiter erhöht, die Ausgaben für die ausufernden Staatsschulden nehmen rasant zu. Der US-Dollar wird daher aus unserer Sicht weiterhin schwächer tendieren.
Das stagflationäre Umfeld und die sich weiterhin abzeichnende Abkehr vom US-Dollar erhöhen zudem die Attraktivität von Gold als Anlagealternative. Nach den Korrekturen der letzten Wochen liegt der Goldpreis rund 10% unter seinem Hoch von Ende Januar. Auslöser des Kursrückgangs waren massive Verkäufe der türkischen Notenbank zur Stützung der Lira und der Abwendung einer Wirtschaftskrise. Zwischen Ende Februar und Anfang März wurden über 50 Tonnen Gold, also etwa 10% der heimischen Vorräte, verkauft und somit etwa 20 Milliarden US-Dollar erlöst. Trotz der jüngsten Kursrückgänge liegt der Goldpreis über 50% höher als im Sommer 2025 und 10% höher als zum Jahresbeginn 2026. Die Gewinnentwicklung bei den Minenunternehmen ist entsprechend positiv, so dass wir, nachdem wir im ersten Quartal mehrfach Gewinne bei Minenaktien realisiert haben, bereits erste Aufstockungen der Bestände in unseren verwalteten Portfolios und in unserem Skyline Dynamik Fonds vorgenommen haben.
Wir fühlen uns daher gut aufgestellt und halten weiterhin Liquidität vor. Der jüngste Waffenstillstand scheint fragil zu sein und es ist weiterhin unklar, ob die Ziele der Militäroperation erreicht wurden und wie sich die Situation im Persischen Golf entwickeln wird. Für die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten, vor allem im Bereich der Rohstoff- und Edelmetallunternehmen, sind wir weiterhin optimistisch. Sobald sich eine dauerhafte Lösung des Konfliktes abzeichnet, sollte es zu Erleichterungsreaktionen an den Börsen kommen. Bleiben Sie daher investiert und nutzen Sie die Kursschwankungen zum Aufstocken Ihrer Positionen.
Für Fragen zu unseren Aktivitäten im vermögensverwaltenden Skyline Dynamik Fonds, dem aktuellen Börsengeschehen oder Ihren Fondsanlagen steht Ihnen Ihr persönlicher Ansprechpartner gerne unter 06172-76450 zur Verfügung.
Ihr Fonds Direkt Team
Februar 2026
Die Eskalation im Nahen Osten mit ihren möglichen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, den Ölpreis und die politische Entwicklung in der Region dominiert aktuell die mediale Berichterstattung. Aufgrund der untergeordneten Rolle des Iran im Welthandel schauen die Marktteilnehmer vor allem auf die Bedrohungslage für die Öltanker in der Straße von Hormus, jedoch eher weniger auf politische Veränderungen im Iran. Ob ein Regimewechsel von den USA beabsichtigt ist und ob dieser überhaupt gelingen kann, ist für uns nicht einzuschätzen. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich die Unruhe an den Märkten schnell legen wird, sobald sich eine Lösung der militärischen Auseinandersetzung und damit eine Entspannung bei der Öl-Versorgungslage abzeichnet.
Abseits des Konflikts haben uns in den letzten Wochen vor allem zwei Themen beschäftigt. Zum einen gibt es erste Risse in den Fassaden der US-Tech-Giganten, zum anderen fließen neue Anlagegelder derzeit zu über 80% in Investitionen außerhalb der USA, sicherlich auch eine Folge des erstgenannten Punktes.
Was hat sich geändert? Die Ausgangslage: In den letzten Jahren flossen viele Anlegergelder in die „Magnificent Seven“, die vor allem mit der rasanten Entwicklung im KI-Geschäft und enormen Ausgaben in diesem Bereich für Kursfantasien gesorgt haben. Dieser massive Geldzufluss und die damit einhergehenden Kurssteigerungen haben vor allem in diesem Segment zu hohen Bewertungen geführt. Der amerikanische Aktienmarkt wurde dadurch zur „teuersten“ Börse der Welt. Die hohe Gewichtung der Tech-Giganten in den führenden Indizes hat zudem dazu geführt, dass bei passiven Indexinvestoren der Anteil von Technologietiteln mittlerweile bei 50% angelangt ist. Ein historisches Klumpenrisiko.
Seit Jahresbeginn machen sich zunehmend die Schattenseiten des KI-Booms bemerkbar. Denn es wird zunehmend klar, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz etablierte Geschäftsmodelle anderer Branchen nicht nur infrage stellt, sondern teilweise ein existenzbedrohendes Potenzial aufweist. Im Abstand weniger Tage wurde daher Branche für Branche abgestraft, egal ob Softwareriesen, Versicherungs- oder Finanzvermittler, Immobiliendienstleister, Logistiker oder die Cyberindustrie – überall droht eine Disruption, da die Künstliche Intelligenz Dinge automatisiert, für die man heute noch Dienstleister bzw. Personal benötigt. Profiteure dieses Trends sind vor allem die KI-Entwickler und die Ausrüster für die benötigte KI-Infrastruktur.
Daher verfälscht ein Blick auf die Indizes die tatsächliche Lage am Aktienmarkt. Die Entwicklung des amerikanischen S&P 500, der seit Jahresbeginn leicht im Minus ist, täuscht darüber hinweg, dass die Bandbreite der enthaltenen Titel mittlerweile zwischen plus 175% und minus 40% liegt und immerhin über ein Fünftel der Unternehmen Kursverluste von über 20% seit Jahresbeginn verkraften mussten.
Kritisch sehen wir weiterhin die Schuldensituation der USA, die die FED in eine Zwickmühle bringt. Einerseits müssen die Zinsen sinken, damit die US-Wirtschaft und die Konsumenten mit günstigen Krediten versorgt werden und die Zinszahlungen für die US-Staatsschulden niedrig bleiben. Diese belaufen sich jetzt schon auf eine Billion US-Dollar pro Jahr und werden sich auf Sicht verdoppeln, wenn sich die Ausgabenpolitik des Staates nicht ändert. Andererseits sinkt die Inflation in den USA nicht wie erhofft, so dass man die Leitzinsen wohl eher nicht senken dürfte. Trumps designierter Notenbankchef wird unserer Meinung nach jedoch eher auf der Linie des Präsidenten sein und die Zinsen weiter senken, was wiederum den US-Dollar schwächt und die Edelmetall- und Rohstoffpreise weiter steigen lassen dürfte.
Anleger kehren daher US-Titeln zunehmend den Rücken und suchen ihr Glück in eher konservativen Branchen mit stabiler Einnahmesituation in Asien und Europa. Dort finden sie zudem deutlich günstigere Bewertungsniveaus vor und viele Unternehmen sind zudem oft Marktführer in ihrem jeweiligen Betätigungsfeld. Außerdem werden Währungsverluste im US-Dollar vermieden bzw. für amerikanische Investoren locken dadurch potenzielle Zusatzerträge durch Währungsgewinne.
Unser Skyline Dynamik Fonds liegt per Ende Februar über 10% im Plus und damit auch im Wettbewerb weiterhin auf Platz 1 in seiner Vergleichsgruppe. DAX und DJ EuroStoxx konnten hingegen im gleichen Zeitraum nur etwa 3-5% zulegen. Und dies, obwohl wir bereits mehrfach die Preissteigerungen bei Gold und Rohstoffen für Gewinnmitnahmen genutzt und zunächst Liquidität vorgehalten haben. Die aktuelle Situation haben wir gleich zum Wochenbeginn für erste Aufstockungen von deutschen und europäischen Aktien und Titeln aus den Schwellenländern genutzt.
Die alte Börsenweisheit „Man soll kaufen, wenn die Kanonen donnern und verkaufen, wenn die Violinen spielen!“ erklärt im Prinzip die antizyklische Vorgehensweise bei der Investitionssteuerung im Portfolio. Investieren lohnt sich bei einer Panik und Krisen an der Börse, während man in Euphoriephasen eher an Teilverkäufe zur Gewinnmitnahme denken sollte.
Von einer Euphorie am breiten Aktienmarkt kann derzeit keine Rede sein, viele Marktteilnehmer agieren aufgrund der fortlaufenden Krisen zurückhaltend und warten aufgrund des Iran-Konflikts mit ihrem Einstieg. Wer vorher investiert, nutzt die niedrigeren Kurse aus und profitiert von einer Erleichterungsrallye. Sollten Sie daher noch Liquidität geparkt haben, ist nun sicherlich ein günstiger Zeitpunkt, um eine Aufstockung Ihrer Fondsanlagen vorzunehmen.
Die hervorragende Entwicklung unseres Skyline Dynamik Fonds sorgt für ein zunehmendes Interesse in der Presse. Anbei senden wir Ihnen ein Interview aus der aktuellen Ausgabe von Deutschlands ältestem Börsenmagazin „Börse Online“ zu Ihrer Information.
Gerne steht Ihnen Ihr persönlicher Ansprechpartner unter 06172-76450 für ein Gespräch zur Marktsituation und Ihren Fondsanlagen zur Verfügung.
Ihr Fonds Direkt Team
Januar 2026
Auch im neuen Jahr kommt die Welt nicht zur Ruhe. Vor allem ein Akteur bestimmt nach wie vor die Schlagzeilen: US-Präsident Donald Trump. Seine Aktionen dominieren das weltpolitische Tagesgeschehen und die Konsequenzen aus seinen Aktionen beschäftigen die Märkte. Wobei mittlerweile ein gewisser Gewöhnungseffekt bezüglich seiner typischen Vorgehensweise eingetreten ist, für die es sogar ein eigenes Kürzel gibt: TACO, für „Trump always chickens out“. Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Erst droht er mit Maximalforderungen und drastischen Konsequenzen, dann relativiert und schließlich verhandelt er. Daher zeigten sich die Anleger nahezu unbeeindruckt vom militärischen Eingriff in Venezuela, dem Streit um Grönland, den Äußerungen über Kuba oder den Drohungen in Richtung des iranischen Regimes.
Tritt man einen Schritt von den täglichen Äußerungen Trumps zurück und schaut auf die „Großwetterlage“, lassen sich die folgenden Eckpunkte seiner Agenda feststellen: Die US-Wirtschaft soll wachsen, hierfür soll der Zugang zu Krediten über günstigere Zinsen erleichtert werden. Zudem ist Trump ein bekennender Fan eines schwächeren US-Dollars, der den US-Exporten zugutekommt.
Da Fed-Chef Jerome Powell in seinen Augen die Zinsen nicht schnell und stark genug gesenkt hat, griff Trump ihn und andere Fed-Gouverneure persönlich an und hat alles in seiner Macht Stehende getan, um Powell von seinem Posten zu entfernen. Wir gehen davon aus, dass der jüngst ernannte Nachfolger Kevin Warsh mit Amtsantritt im Mai auf die Linie des US-Präsidenten einschwenken wird. Weitere Leitzinssenkungen und die Ausweitung des jüngst begonnenen Anleihekaufprogramms sind daher höchst wahrscheinlich. Dass dabei das Vertrauen in die Unabhängigkeit der amerikanischen Notenbank und in den US-Dollar weiter abnimmt, wird von Trump gerne in Kauf genommen, da dies zu dem von ihm gewünschten schwächeren US-Dollar führt.
Ein weiterer Faktor für eine Abschwächung des US-Dollars ist die derzeitige Schuldenentwicklung in Japan, die in den letzten fünf Jahren zu einer 50%igen Abwertung des Yen geführt hat. Gleichzeitig hält Japan etwa 1,2 Bio. US-Dollar in amerikanischen Staatsanleihen und ist dadurch der weltweit größte Gläubiger der USA. Um den Yen zu stützen, könnte die Bank of Japan daher auf Sicht zugunsten des Yen intervenieren und dafür einen Teil der US-Anleihen verkaufen, um so den Yen Kurs zu stützen, was den Druck auf den US-Dollar zusätzlich erhöhen würde. Aus unserer Sicht bleiben daher Anlagen im US-Dollar ohne Währungsabsicherung weiterhin unattraktiv.
Denn die konfrontative Außenpolitik der Vereinigten Staaten führt vor allem bei Investoren des „Globalen Südens“ weiterhin zu einer Kaufzurückhaltung von US-Staatsanleihen, stattdessen werden die Gelder in alternative Anlagen wie Gold investiert. Im Edelmetallsektor sehen wir nach dem jüngsten reinigenden Gewitter weiterhin gute Gewinnaussichten, daher halten wir an unserer Beimischung von Edelmetall- und Rohstofftiteln fest. Zudem führen die sprudelnden Einnahmen der Goldproduzenten dazu, dass diese Unternehmen mittlerweile auch attraktive Dividendenzahler sind und sich dadurch einen neuen Anlegerkreis erschließen.
Chancen sehen wir für die Aktienmärkte durch die weltweiten Konjunkturprogramme. Egal ob in Japan, China, USA oder Europa, das Wirtschaftswachstum soll durch zusätzliche staatliche Investitionen angekurbelt werden. Die angestoßenen Investitionen in die marode Infrastruktur oder in neue Techniken, wie beispielsweise KI-Rechenzentren, machen sich bemerkbar und sollten auch hierzulande zu einem höheren Wirtschaftswachstum führen, als es aktuell prognostiziert wird.
Bei den KI-Investitionen ist zu beobachten, dass vor allem die Firmen aus der zweiten und dritten Reihe profitieren dürften. Denn die Milliardeninvestitionen der großen Technologiekonzerne, bei denen unklar ist, ob die Investitionen zu nennenswerten Gewinnen führen werden, kurbeln sowohl das Wachstum bei den Hardware-Ausrüstern für die benötigte Infrastruktur als auch bei den Nutzern der Software im Industrie- und Dienstleistungssektor an, die die KI einsetzen, um Kunden zu gewinnen oder Kosten zu senken. Die Nutznießer des großen KI-Booms sollten also vor allem Unternehmen sein, die von der bereitgestellten Infrastruktur profitieren und nicht diejenigen, die diese aufbauen.
In unseren verwalteten Portfolios und dem Skyline Dynamik Fonds halten wir daher an der bestehenden Anlagestruktur fest. Den Schwerpunkt bilden weiterhin deutsche und europäische Value-Titel. Aktien aus dem Rohstoff- und Edelmetallsektor spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Durch die hohe Gewinndynamik in diesem Sektor haben wir hier bereits mehrfach Gewinne realisiert, um eine zu hohe Gewichtung im Portfolio zu vermeiden. Die frei gewordenen Mittel haben wir teilweise zur Aufstockung unseres Schwellenländeranteils genutzt und erste Positionen im Bereich der KI-Infrastruktur aufgebaut, die wir tendenziell weiter erhöhen werden.
Für Fragen zu unseren Aktivitäten im vermögensverwaltenden Skyline Dynamik Fonds, dem aktuellen Börsengeschehen oder Ihren Fondsanlagen und steht Ihnen Ihr persönlicher Ansprechpartner gerne unter 06172-76450 zur Verfügung.
Ihr Fonds Direkt Team
